Straßen mit den alten Häusern und den Kupfergeschäften, die Burg
und das Minarett der Moschee, alles sagt etwas über die Geschichte der
Stadt aus. Eine Geschichte, die in Dodoni begonnen hat und die ungetrübt
fortgesetzt wurde bis zur Herrschaft der Türken, mit den zahlreichen
byzantinischen Klöstern. Die Schlucht des Woidomati (Bullenauge), die
Zagoria-Dörfer, Konitsa und das malerische Metsovo, die Schönheit der
Natur koexistiert harmonisch mit dem menschlichen Werk. Traditionelle
Siedlungen unvergleichlicher Schönheit bieten einen Zufluchtsort für die
Seele, schaffen Boden für das Abenteuer. Das flüssige Element ist
dominant in der Gegend, zumal sich im Wasser des Sees Pamwotida die
zauberhafte Stadt Ioanninas widerspiegelt. Wenn der Besucher “und
auch der dauerhafte Einwohner” im geschichtlichen Zentrum der
Stadt spazieren geht, wird er nicht immer mit Genauigkeit unterscheiden
können, in welcher Epoche er sich befindet. Die imposante Burg, die gut
erhaltenen Gebäude, das Kopfsteinpflaster und der Anblick des Sees
schmeicheln dem Auge und dem Verstand, zumal diese sich bei diesem
Anblick ausruhen können. Die byzantinischen Herrscher und Krieger, Ali
Pascha und die Kyra Frossini, die tapferen Kämpfer von 1821, die Lehrer,
die Wohltäter und Silberschmiede, empfangen und laden den Besucher zu
einer Reise in die Geschichte, in die Traditionen und Legenden ein.
Historisch wird Ioannina das erste Mal als Bischofssitz im 9.
Jahrhundert erwähnt, aber anderen Ansichten zufolge wurde die Stadt
schon von Kaiser Justinian gegründet. Während des 13. Jahrhunderts ist
Ioannina eine wichtige und aufsteigende Stadt des Bischofs von Epirus.
Im Jahre 1430 ergibt sich Ioannina nach einem Abkommen dem Osmanischen
Kaiserreich. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts lässt sich Ali Pascha in
der Stadt nieder, der von nun an untrennbar mit der Geschichte der Stadt
verbunden ist, während in derselben Epoche der Handel beginnt und
allgemein die wirtschaftliche Blüte einsetzt, was Ioannina eine neue,
besondere Bedeutung gibt und die Stadt wieder in den Vordergrund der
geschichtlichen Entwicklung rückt. Die Stadt blüht und entwickelt sich
eigentümlich, all ihre einheimischen Bewohner und Fremde umarmend. In
der Stadt koexistieren Kirchen, Klöster mit Wandmalereien von
einzigartigem künstlerischem Wert, Moscheen und Synagogen. In Folge wird
die wunderschöne, neben einem See liegende Stadt zum Schauplatz großer,
geschichtlicher Momente, 1913 wird sie befreit und heutzutage befinden
sich Besucher in einer sehr lebendigen Stadt, die anderen modernen
Städten ebenbόrtig ist.
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